Glossar

Hier finden Sie eine kurze Erläuterung der verwendeten Begriffe:

sowie Hintergrund-Informationen:

Interessante Tipps & Tricks anderer Quellen:

Was ist ein Burnout-Syndrom?

Ein Burnout-Syndrom ist ein Zustand einer chronischen (d. h. länger andauernden), körperlichen, emotionalen und geistigen Erschöpfung.
Ein Syndrom ist dabei eine Ansammlung von verschiedenen Krankheitszeichen, den sogenannten Symptomen. Diese müssen weder immer alle bei jedem Betroffenen, noch in der gleichen Reihenfolge auftreten. Einen Auszug über mögliche Symptome finden Sie hier.

Typisch ist jedoch eine Distanzierung zu anderen Menschen, sowie die Entstehung körperlicher Probleme, die oft keine organischen Ursachen haben. Auch das Immun-system und der Stoffwechsel arbeiten oft nur eingeschränkt und verhindern so ein zufriedenes Leben.

Was sind die Ursachen eines Burnout-Syndroms?

Die Ursachen eines Burnout-Syndroms sind so vielfältig wie die Verlaufsformen und Ausprägungen.
Häufig kommen eine „burnout-begünstigende Persönlichkeit“ (z. B. ein hoher Perfektions-anspruch) und ein burnout-begünstigendes Verhalten (wie ungesunde Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten, fehlende Entspannung) sowie ein „ausbrennendes Umfeld“ (durch z. B. eine Mehrfach-Belastung)  zusammen.

Die individuellen Auslöser und Faktoren werden in der  Psychischen Gefährdungs- und Leistungsbeurteilung beim Menschen ermittelt.

Was verstehen die Balance-Lotsen® unter „Ganzheitlicher Begleitung“?

Bei der Entstehung eines Burnouts spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Es ist eben nicht nur die mentale Ebene, sondern vielmehr auch das vegetative Nervensystem betroffen und die körperliche Belastungsfähigkeit nimmt ab.

Deshalb erfolgt bei den Balance-Lotsen auch die Begleitung auf verschiedenen Ebenen – also ganzheitlich. Denn nur ganzheitliches Vorgehen kann dem Menschen helfen.
“Nur” Gespräche helfen nicht, “nur” Sport hilft nicht, “nur” Entspannung hilft nicht.

Erst die Kombination von verschiedenen Werkzeugen führt erfolgreich aus dem Hamsterrad heraus. Deshalb sind alle diese Inhalte zusammen im Konzept der Balance-Lotsen berücksichtigt.

Was besagt der Burnout-Risiko-Index?

Der Burnout-Risiko-Index ist das Gesamtergebnis der Psychischen Gefährdungs- und Leistungsbeurteilung beim Menschen.
Aus diesem ergibt sich neben 22 weiteren Indizes der Burnout-Risiko-Index.

Dieser besagt, wie gefährdet Sie sind, in einem Burnout-Prozess zu landen bzw. auf welcher Stufe Sie sich möglicherweise schon befinden. Daneben erhalten Sie auch Vergleichswerte zu nicht betroffenen Menschen, damit Sie einen Anhaltspunkt haben.

Wichtiger noch als die Zahlen ist jedoch für Sie eine Einschätzung über die weitere Entwicklung, eine Aussage zur Abgrenzung zu einer Depression und Empfehlungen, wie es weiter gehen könnte. Diese Empfehlungen können auch darin bestehen, dass ein bestimmter Facharzt oder Psychologe empfohlen wird – oder dass ein präventives Programm entwickelt wird, wo Sie zum Beispiel durch die Teilnahme an unseren zwölf-wöchigen Helpcamp oder in Einzel-Begleitung das Burnout-Risiko verringern können

Quelle:
Jürgen Loga, Petra Seiter „Meine Situation: Burnout ganzheitlich begutachtet
ISBN 978-3-842-34176-0

Was besagt der Betriebliche (oder Behördliche)-Präventions-Index?

Der Betriebliche (oder Behördliche)-Präventions-Index (BPI) ist das Ergebnis eines systemischen Audits, der sich aus der Beantwortung von 150 Fragen zu den rechtlichen, räumlichen, personellen, organisatorischen, IT-technischen und präventiven Maßnahmen und Rahmenbedingungen eines Unternehmens ergibt.

Der BPI besagt, wie Burnout-begünstigend oder -präventiv Ihr Unternehmen aufgestellt ist.

Da Sie mit dem Zertifikat durch das Balance-Helpcenter werben dürfen, signalisieren Sie nach außen, dass Sie ein zuverlässiger Geschäftspartner sowie ein fürsorglicher und attraktiver Arbeitgeber sind. In Zeiten des Fachkräftemangels und einer schwierigen demografischen Entwicklung kann Ihnen dies im Rahmen Ihres Mitarbeiter-Marketings helfen, fähige Bewerber von Ihrem Unternehmen zu überzeugen und sie in Ihrem Unternehmen zu halten.

Für das Audit ist keine Mitarbeiter-Umfrage notwendig, es findet eine Begehung durch unsere Auditoren sowie ein Interview mit Experten aus Ihrem Unternehmen statt. Weitere Vorteile finden Sie hier.

Was ist eine Psychische Gefährdungsbeurteilung und wer braucht diese?

Seit dem 01.01.2014 ist im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) explizit festgehalten, dass Unternehmen neben den bisher bekannten physischen Gefährdungen durch beispielsweise herabfallende oder sich bewegende Gegenstände auch die Psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu beurteilen haben.
Dies gilt für Kommunen, Organisationen und Unternehmen unabhängig von der Rechtsform und bereits ab dem ersten abhängig Beschäftigten (auch wenn diese nur geringfügig beschäftigt sind).

Weder die Form noch das Verfahren zur Durchführung dieser Gefährdungsbeurteilung sind explizit im Gesetz vorgeschrieben. Das Netzwerk der Balance-Helpcenter hat ein Verfahren entwickelt, das zur Durchführung im ersten Ansatz ist keine Mitarbeiter-Umfrage erfordert – was für Sie als Unternehmer den Vorteil hat, dass die Gefährdungsbeurteilung nicht nur kaum Kapazität bindet, sondern auch noch kostengünstig umgesetzt werden kann.
Dennoch ist es bei unserem Konzept natürlich grundsätzlich möglich, die Meinung der Belegschaft zu erfassen.
Genauso wichtig wie die Gefährdungsbeurteilung selbst sind übrigens auch dessen Dokumentation sowie die Ableitung und Durchführung von Maßnahmen.

Für den Fall, dass Sie keine Psychische Gefährdungsbeurteilung haben sollten, riskieren Sie Bußgelder und machen sich im Fall eines Falles sogar haftbar.

Erste Warnzeichen für einen Burnout

Steht der Mensch unter Anspannung oder Stress, laufen im Körper vielfältige Prozesse ab. Blutdruck und Herzschlag werden gesteigert, ebenso die Ausschüttung vieler Hormone. Was evolutionär als Schutz gedacht war, um das Überleben des Menschen zu sichern, kehrt sich bei übermäßigem oder zu lange andauerndem Stress in einen gegen-teiligen Effekt um.

Übermäßiger Stress zeigt sich bei jedem in Form eines anderen „Ventils“. Die Klassiker unter den ersten Warnzeichen sind dabei u. a.

  • Schlafstörungen (Einschlaf- oder Durchschlafstörungen),
  • häufiges oder starkes Herzklopfen,
  • Bluthochdruck,
  • Verdauungsbeschwerden (wie Magenschmerzen, Sodbrennen,
  • Durchfall oder Verstopfung),
  • Rückenschmerzen oder Muskelverspannungen,
  • Tinnitus oder
  • häufige Erkältungskrankheiten (geschwächtes Immunsystem),
  • Neurodermitis
  • chronische Müdigkeit oder Erschöpfung aber auch
  • eine nachlassende Libido oder ein unerfüllter Kinderwunsch.

Warum das so ist, erfahren Sie in meinen Info-Vorträgen oder im Rahmen des/der Kurs „Veränderung“, von denen Sie hier die Termine finden.

Aber auch plötzliche emotionale Veränderungen (wie Zynismus, vorher nicht gekannte Wutausbrüche oder Teilnahmslosigkeit) können stressbedingt sein. Somit verursacht Stress nicht nur eine starke Einschränkung der persönlichen Lebens-qualität sondern auch einen sehr hohen Anteil an beruflicher Arbeitsunfähigkeit.

Wenn Sie nun sich oder einen Angehörigen wiedererkannt haben, kann eine individuelle Psychischen Gefährdungs- und Leistungsbeurteilung darüber Klarheit verschaffen, ob Sie sich in einem Burnout-Prozess befinden oder nicht.

Darüber hinaus kann ich Sie hinsichtlich der körperlichen Beschwerden mit meinem umfassenden Angebot als Heilpraktikerin sowie mit einfach umzusetzenden und leicht in den Alltag integrierbaren Maßnahmen unterstützen.

Bitte bedenken Sie:
Wir alle haben nur ein Leben – deshalb handeln Sie rasch.

Deshalb ist es wichtig, diese Symptome schon im frühen Stadium wahrzunehmen und zu behandeln, um langfristige oder schwerwiegende Beschwerden oder Einschränkungen mit monatelangen Ausfallzeiten zu vermeiden.

Ich bin gerne für Sie da.

Weitere Anzeichen bei und Auswirklungen von chronischem Stress

Burnout-Betroffene zeigen häufig mehrere der folgenden Verhaltensänderungen:

  • ungewohnte und zunehmende Aggressivität bzw. cholerisches Verhalten
    (auch gegen sich selbst)
  • verschwindende Verlässlichkeit
  • verschwindende Motivation
  • zunehmende Erschöpfung
  • zunehmender Rückzug bzw. Isolation
  • zunehmende Schwermütigkeit „Kein Lachen“
  • „liegt nur noch auf dem Sofa“
  • abnehmende Kritikfähigkeit und Diskussionsfähigkeit
  • (interne und externe) Kunden / Lieferanten / Mitarbeiter / Kollegen werden vertröstet, Kontakt wird gemieden

Ist Burnout eine Krankheit?

In den Medien – und zum Teil auch von Angehörigen medizinischer Berufe – wird immer wieder behauptet, dass Burnout keine Krankheit ist.

Dies ist insofern richtig, als dass es keine “Abrechnungsziffer” dafür gibt. Nach Einstufung des ICD (International Catalogue of Deseases) ist der Burnout lediglich eine Rahmen- oder Zusatzdiagnose und keine Behandlungsdiagnose, die zum Beispiel die Einweisung in ein Krankenhaus ermöglichen könnte (vgl. Wikipedia).

Der ICD klassifiziert Burnout als ein Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten in der Lebens-bewältigung mit der Zusatz-Diagnose Z73.

Unabhängig davon ist Burnout jedoch ein behandlungsbedürftiger Zustand, damit dieser  unbehandelt nicht in einer Depression oder schlimmstenfall sogar in einem Suizid mündet.

Wichtig ist: Je früher eine Behandlung begonnen wird, desto schneller und besser ist mit einer Wiederherstellung der früheren Lebensqualität zu rechnen.

Was unterscheidet ein Burnout-Syndrom von einer Depression?

Es wird immer wieder behauptet, Burnout wäre nur eine moderne (und evtl. sogar etwas coolere) Bezeichnung für eine Depression.
Die Abgrenzung zwischen Burnout und Depression ist:

  • Beim Burnout tritt zuerst die Euphorie-Phase ein, die mit begeisterten Arbeits-einsatz einhergeht, und anschließend die Erschöpfungsphase eintritt, mit der zusammen überwiegend erst dann somatische Beschwerden auftreten („Ausgebrennen kann nur, wer einmal gebrannt hat“, sagt man auch häufig).
  • Die Depression somatisiert überwiegend nicht, hat aber dafür ein extremes
    Schwarz/Weiß Denken, was wir bei Burnout-Betroffenen erst im Endstadium erkennen.
    Eine Depression wird andersherum nie in einem Burnout münden, da die schwermütige Grundstimmung oft keine Aktivitäten mehr zulässt.
  • Darüber hinaus liegt beim Burnout immer eine sehr hohe Stressbelastung (beruflich, familiär, emotional, etc.) zugrunde – während eine Depression auch ohne Vorhandensein von Stress ausgelöst werden, z. B. eine unbehandelte Schilddrüsen-Unterfunktion, genetische Hintergründe etc.
  • Bei einem Burnout werden die Notwendigkeiten von außen erfüllt („man funktioniert“), die inneren Bedürfnisse und Werte werden vernachlässigt.
    Bei einer Depression werden die inneren Bedürfnisse erfüllt, die äußeren Notwendigkeiten aufgrund des Rückzuges jedoch nicht.

Wichtig ist: Jeder nicht begleiteter Burnout-Prozess führt zu einer Depression.

Das lässt sich unter anderem mit den hormonellen Prozessen im Körper erklären, wenn aufgrund der Erschöpfung der Nebennieren und Neurotransmitter auch die Produktion von Serotonin beeinträchtigt wird.

Aus meiner Sicht ist es daher sinnvoll, lieber früher zu handeln als später.
Denn je früher es gelingt, diesen Zustand zu ändern, desto schneller und besser gelingt es, die ursprüngliche Lebensqualität wieder herzustellen.